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Ein Geschenk des Schwagers
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der 192 PS starke Commodore wartet auf Ladung
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Hans-Wilhelm Lemmermann aus Horneburg im Alten Land ist ein
Speditionskind. Bereits sein Opa und sein Vater waren eingefleischte
Spediteure. Da war es kein Wunder, dass auch Hans-Wilhelm erfolgreich
in diesem Gewerbe tätig wurde. Sein Vater hatte nach dem Zweiten
Weltkrieg mit einem ehemaligen Wehrmachts -
Büssing mit 105 PS einen Neustart begonnen. 1952 wurde der zweite 105er
beschafft. Willi begann etwa zur gleichen Zeit nach Abschluss seiner
Schulausbildung eine Lehre als Schlosser. Doch bereits nach vier Wochen
musste er die Ausbildung abbrechen. Sein Vater setzte ihn als Fahrer
auf den zweiten Büssing. Damals war es noch möglich, mit 16 Jahren den
LKW-Führerschein zu erwerben. Nach einigen Jahren Tätigkeit in der
väterlichen Spedition verschlug es den jungen Mann ins Münsterland.
Dort arbeitete er als Fahrer bei der Spedition Ausber in Everswinkel.
Auch dort fuhr er Büssing, u. a. auch einen der modernen Commodore mit
Unterflurmotor. Ganz nebenbei lernte er dort auch seine Frau kennen.
Zurück in Horneburg übernahm er später die Spedition des Vaters und
setzte dort nach einigen Büssing lange Zeit Krupp-Fahrzeuge ein. Nach
Einstellung der Fertigung bei Krupp stieg er auf MAN um. Nach 30 Jahren
MAN folgten DAF-Fahrzeuge, die auch heute noch im aktuellen Fuhrpark zu
finden sind. Z. Zt. werden in der Spedition, die Willi inzwischen an
die Söhne Martin und Ralf abgegeben hat, 47 Lastzüge der Typenreihe 95
XF bzw. XF 95 eingesetzt. Außerdem ist die Firma Lemmermann DAF-Händler
für den Kreis Stade.
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Heckansicht des Commodore
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Willi - mittlerweile im Rentenalter - besann sich etwa im Jahr 1999 auf die Anfänge seiner Tätigkeit. Während des Oldtimertreffens in Neuharlingersiel befiel ihn der Oldtimervirus. Er beschaffte einen Büssing 6000 S mit 120 PS, der ihn an den Beginn seiner Fernfahrerei erinnerte. Nach Abschluss der Restaurationsarbeiten und den ersten Ausfahrten musste noch ein Commodore her, wie er ihn bei Ausber gefahren hatte. Er kaufte zwei Fahrzeuge, aus denen er dann ein fahrbereites zusammenbaute. Mit einem kleinen Trick verstand er es auch, seiner Frau, die von einem zweiten Oldtimer nicht begeistert war, die Geschichte zu verkaufen. Anlässlich einer Familienfeier teilte ihm sein Schwager mit, dass er ihm 100 Arbeitstunden schenken wollte zum Aufbau des zweiten Büssing, von dem bisher in der Familie niemand wusste. Damit war die Katze aus dem Sack, die Stimmung für ein paar Tage sicherlich etwas gereizt. Willi konnte nun aber mit Hilfe seines Schwagers Walter Ausber aus dem münsterländischen Telgte beginnen, den Commodore zu restaurieren. Aus den 100 geschenkten Stunden wurden letztendlich 400.
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auch im Profil einfach nur schön - Commodore U
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Der 1963 gebaute Commodore wurde komplett zerlegt, gestrahlt, neu aufgebaut, die Bremsleitungen neu verlegt und neue Bremszylinder eingebaut. Die Pumpe wurde in einem Oberhausener Fachbetrieb überholt. Der Motor blieb unberührt. Das Fahrerhaus, das aus einem Holzgerippe besteht, das mit Blech beplankt ist, musste zu 80 % neu erstellt werden. Nach einem guten Jahr konnte das sauber in grün lackierte Fahrzeug Ende 2004 die ersten Probefahren absolvieren. Seitdem hat der Spediteur im Unruhestand bereits knapp 7.000 Kilometer mit dem 192 PS starken Unterflur zurück gelegt. Wie in alten Zeiten schaltet Willi das unsynchronisierte 6-Gang ZF-Getriebe und bewegt das für seine Zeit super moderne Fahrzeug unauffällig durch den Verkehr des Jahres 2005. Mit seiner Spitzengeschwindigkeit von etwa 92 km/h kann er auch mit modernen Fahrzeugen absolut mithalten. Willi hat demnächst nur ein Problem. Möchte er zu einem Oldtimer-Treffen fahren, so muss er sich zwischen zwei top-restaurierten Büssing entscheiden. Die Wahl wird ihm nicht leicht fallen.
Text: Manfred Koch Fotos: (c) Manfred Koch Alle Fotos können im Format 13 x 18 cm zum Stückpreis von € 2,-- zuzüglich Porto und Verpackungskosten bestellt werden bei powalski@freenet.de
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Weitere Bilder:
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der Commodore beim "Zimmerling"-Treffen in Ahlen am 30.04.2005
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Willi Lemmermann unterwegs mit seinem Commodore
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eine saubere Restaurationsarbeit lieferte Willi Lemmermann ab
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der Unterflurmotor mit 11 Litern Hubraum blieb ungeöffnet
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Weitere Bilder:
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der Commodore ist bis ins Detail restauriert - Güterfernverkehrsschild am Fahrerhaus
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bis auf den fehlenden Unterlegkeil perfekt - Fahrzeugheck ohne Unterfahrschutz
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kein Aufkleber sondern ein echtes Blechschild: fern-schnell-gut
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gut erreichbar - Ersatzrad in passender Halterung
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Weitere Bilder:
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das Rautenband steht dem Unterflur-LKW sehr gut
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ohne seitlichen Unterfahrzschutz - Fahrerseite des Büssing
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Unter Brüdern - Willi Lemmermanns Commodore mit dem LU 11 von Heino Uekermann aus Herford
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das Haus des Commodore wirkt moderner und größer
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Weitere Bilder:
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zwei Traumlaster am 30. April 2005 in Ahlen
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zwei alte Füchse im Speditionsgewerbe - Commodore und Willi Lemmermann
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Commodore-Haus in der Seitenansicht
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