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Unverkennbar miz Schweizer Vergangenheit: MAN 415 F mit Ackermann-Aufbau in Schweizer Breite und natürlich mit Trilex-Rädern am 26.08.1995 in Gammesfeld
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Von Lauchringen, der Heimatstadt von Ralf Kavalier in die Schweiz ist es nur ein Katzensprung. So liegt es nahe, dass Ralf auch zu den alten Lastwagen der Schweiz ein besonderes Verhältnis hat. Schon vor mehr als zehn Jahren war er auf diversen Treffen mit seinem MAN 415 F mit Ackermann-Aufbau in Schweizer Breite zu sehen. 1997 war er mit einem MAN 10.212 F u. a. während der Vestingdagen in Hellevoetluis in den Niederlanden anzutreffen. Diese „Tschanz“-Pausbacke, die wegen der Schweizer Breite ohne Pausbacken auskommen muss, hat er inzwischen weiter verkauft und sich einen MAN 13.304 F zugelegt, den er im Frühjahr 2005 erstmalig in restauriertem Zustand präsentierte.
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Pausbacke ohne Pausbacken: MAN 10.212 F am 17.08.1997 in Hellevoetsluis
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Der 1973 gebaute MAN 13.304 F ist ein Vertreter des Baumusters F 7. Auch dieser Pritschenwagen hat einen Schweizer Ursprung. Mit einer sieben Meter langen Pritsche versehen und kombiniert mit einem Dreiachsanhänger wurde er lange Zeit von einem selbstfahrenden Unternehmer im Linienverkehr zwischen Basel und den Beneluxländern eingesetzt. Besonders schätzte der Besitzer den kraftvollen V 8-Motor, der Anfang der Siebziger Jahre etwas Besonderes war. Der V 8-Motor, den MAN 1967 zunächst mit 250 PS anbot, leistet in Ralfs Frontlenker stolze 304 PS. Als er den LKW 1997 kaufte, hatte er fast 25 harte Jahre im Speditionseinsatz hinter sich und war entsprechend verbraucht. Das konnte den für seine Vorliebe für Laster aus den Siebziger Jahren bekannten Ralf nicht abschrecken. Er nahm sich vor, den Wagen bei Gelegenheit komplett zu restaurieren. Es sollte dann jedoch noch bis 2002 dauern, bis das Projekt in Angriff genommen werden konnte.
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Ohne Pritsche und noch mit altem Haus präsentiert sich der F 7 bei den ersten Lackierversuchen
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Nach einer Durchsicht und während der wenigen Ausfahrten mit dem noch fahrbereiten LKW stellte Ralf fest, dass das Fahrerhaus so schlecht war, dass es nur einen Komplettaustausch geben konnte. Also wurde zunächst ein anderes Haus gesucht, das möglichst besser erhalten sein sollte. Ralf fand es bei einem Gebraucht-LKW-Händler, der einen MAN 9.156 F sein eigen nannte. Der Mann konnte überredet werden, nur das Haus zu verkaufen, das dann auch kurze Zeit später vor Ort von dem Kommunalfahrgestell abgebaut wurde und die Reise in seine neue Heimat antrat. Mit Hilfe des Krans von Jürgen Roschig wurden die Häuser umgesetzt. Natürlich war das „neue“ Fahrerhaus nicht wirklich neuwertig. Einige Blecharbeiten waren noch nötig, um die diversen Gammelecken und Rostlöcher zu entfernen und letztendlich ein einwandfreies Fahrerhaus wieder komplettieren zu können.
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Das neue Haus und die kurze Pritsche sind montiert - nun kann die Komplettierung beginnen
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Parallel zur Beschaffung der „Hütte“ ging Ralf auf die Suche nach einer passenden Pritsche. Der sieben Meter lange Schweizer Aufbau gefiel ihm nicht. Er kürzte das Fahrgestell um einen halben Meter und fand bei einem Spediteur eine 6,30 Meter lange Original-MAN-Pritsche. Diese wurde mit Hilfe des MAN-Büssing 16.256 U von Sven Schröder stilgerecht bei der Spedition Bohmhauer in Polle abgeholt und in den Wilden Süden gebracht. Nachdem das neue Haus und die Pritsche auf das Fahrgestell montiert worden waren, ging Ralf an die Komplettierung des LKW. Zuletzt wurde das rare Gefährt komplett neu lackiert und mit einer passenden neuen Plane versehen. Ralf verfügt damit über den wahrscheinlich einzigen restaurierten MAN 13.304 F, der mit seiner AP-Achse schon den Übergang zu den Nachfolgemodellen der Baureihe F 8 darstellt.
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Erste Ausfahrt: MAN 13.304 F am 22.04.2005 in Steinen
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Ralf hat für die Restaurierung nahezu drei Jahre benötigt. Die Arbeiten wurden fast ausschließlich von ihm allein erledigt. Lediglich bei größeren Aktionen wie der Demontage des Fahrerhauses und dem Transport der Pritsche halfen ihm Kollegen. Da er sich einen Termin gesetzt hatte, zu dem der MAN fertig sein sollte, lag er die letzten Wochen vor dem Stichtag mehr unter dem LKW als im Bett. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ralf stellte den Laster erstmalig in Schlechtbach zur Saisoneröffnung 2005 vor. Er fand dort bei den Kollegen Anerkennung für die saubere Arbeit. Natürlich ist die von ihm durchgeführte Aufarbeitung kein Neubau des Fahrzeugs. Es ist auch nicht pflegeleicht mit Acryllack lackiert worden, wie es andere sog. Sammler und Restauratoren machen. Das entspricht auch nicht dem Verständnis, das Ralf von einer sauberen Restaurierung hat. Das Fahrzeug soll so dargestellt werden, wie es in seinem harten Arbeitseinsatz ausgesehen hat und nicht so wie es die Hersteller in einem Hochglanzprospekt darstellen.
Text: Manfred Koch Fotos: © Ralf Kavalier, Manfred Koch
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Weitere Bilder:
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Nicht schön, aber selten - Der MAN F 7 vor der Restaurierung am 26.04.1997 in Gersbach
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Die sieben Meter lange Pritsche gefiel nicht
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2002: Beginn der Restaurierung
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Die Pritsche ist entfernt
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Weitere Bilder:
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Das alte Fahrerhaus gammelte an allen Ecken und Kanten
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Glücksfall: Das Haus dieses MAN 9.156 F wurde vor Ort demontiert und in den Süden transportiert
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Jürgen Roschig hebt mit Hilfe seines Krans das alte Fahrerhaus vom Fahrgestell
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Verladung der Original MAN-Pritsche in Polle
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Weitere Bilder:
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Ausgedient: Blick in die alte "Hütte"
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Das neue Haus ist montiert
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Bedingt fahrbereit: die neue Pritsche und das neue Haus sind montiert
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Lackierung in grau und blau
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Weitere Bilder:
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Endspurt: Anfang 2005 geht die Restaurierung dem Ende entgegen
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Erste Ausfahrt: Laden im Sägewerk in Steinen am 22.04.2005
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Saubere Arbeit: MAN 13.304 F in Steinen
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Stehen ihm gut: Doppelscheinwerfer
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Weitere Bilder:
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Noch mit dem falschen Typenschild: Ralf sucht noch einen 13.304-Schriftzug
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Stark im Kommen: Demnächst werden weitere MAN F 7 und F 8 auf Treffen erscheinen
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Zu schade, um ihn zu beladen
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Fotogen: MAN 13.304 F im Sägewerk in Steinen
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Weitere Bilder:
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MAN 13.304 F in Steinen
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MAN 13.304 F am 23.04.2005 unterwegs in Schwarzwald
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Mittagspause in der Brauerei Waldhaus am 23.04.2005 während des Treffens bei Dieter Stebner
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